
Liebe Frau Gommert, liebes Tierheimteam,
nach einer Woche möchte ich mich aus meinem neuen Zuhause melden.
Schon die Fahrt nach Berlin war für alle sehr ereignisreich. Im neuem Heim angekommen, durfte ich die Wohnung erkunden. Das Bad war ja ganz interessant, bot aber leider keine Möglichkeit zum
Verstecken, also hab ich mich erst mal unter das Bett im Schlafzimmer verzogen.
So viele fremde Gerüche und Eindrücke, aber meine Menschen waren ganz lieb zu mir und haben mir die Zeit gelassen, die ich brauchte. Nach anfänglichen Zögern fing ich an, die Wohnung erst von unten
zu durch streifen. Am Ende der Woche wurde ich dann mutiger und schaute mir die Wohnung aus der Vogelperspektive an, dabei nutzte ich alles was hoch genug war, z.B. Arbeitsplatten und
Kratzbäume.
Außerdem wollte ich immer wissen was mein Frauchen gerade treibt, deswegen verfolgte ich sie auf Schritt und Tritt. Den Rest der Woche verbrachte ich mit Fressen und Schlafen, natürlich immer nur da,
wo Frauchen auch gerade ist. Jeden Abend habe ich meine "5-Minuten", dann spiele ich mit meinen Menschen und verteile dabei mein Spielzeug in der ganzen Wohnung (Frauchen sucht das schon wieder
zusammen :) ).
Ganz oft rede ich mit meinen Menschen und so langsam habe ich sie auch ganz gut im Griff. So habe ich auch schon den neuen Standort vom Kratzbaum bestimmt.
So aber jetzt werde ich wieder auf die Couch gehen und mich ganz dicht an Frauchen kuscheln.
Bis bald
Eure Baffy mit den Menschen Renè L. und Angela K.
Als echte Zicke war Baffy im Tierheim verschrien, Einzelkatze, eigensinnig und lebhaft ... sie stellte ihr neues Frauchen tatsächlich auf eine harte
Geduldsprobe ... und obwohl es kein Tierpfleger jemals für möglich gehalten hätte: Baffy brauchte einen Artgenossen ... Tinka zog ein ... unglaubliche Seelenverwandtschaft?!

Liebe Frau Gommert,
Baffy ist nun schon fast ein Jahr bei uns. Wir haben es lange vor uns her geschoben uns wieder zu melden, denn uns plagt ein wenig das schlechte Gewissen. Aber wie erklärt man jemanden, der
uns eine Katze, die in Einzelhaltung leben sollte, anvertraut, dass diese Katze nun keine Einzelprinzessin mehr ist?
Letztes Jahr im April oder Mai rief ich sie an und habe ihnen von meinen „Sorgen“ mit Baffy erzählt. Sie rieten mir trotzdem von einer zweiten Katze ab. Nach dem Telefonat war ich mir auch
ganz sicher, schließlich kannten sie Baffy länger als ich. Doch Baffy’s Verhalten wurde immer schlimmer, sie kratze an Tapeten, trotz vorhandener Kratzbäume und -bretter, fing sogar an uns zu beißen.
Spiele, ob Jagd- oder Intelligenzspiele, wollte Baffy nicht annehmen. Sie war einfach völlig unterfordert und unausgeglichen und sie tat uns schrecklich leid. Letztendlich haben wir uns dann
entschieden eine zweite Katze zu suchen, die zu Baffy auch passt. Zwei Monate hat die Suche gedauert, aber es hat geklappt. Das neue Familienmitglied heißt Tinka und steht Baffy mit ihren
Eigenschaften, wie Eigensinnigkeit und Redseligkeit um nichts nach. Schon nach 1 Woche waren kleine Erfolge zu sehen. Zuerst nur durch beobachten, dann beschnuppern, aber bald schon fraßen sie
zusammen. Und heute freue ich mich, ihnen mitteilen zu können, dass es Baffy zusammen mit Tinka sehr gut geht. Sie spielen viel miteinander und Baffy ist heute viel ausgeglichener. Manchmal, wenn sie
sich unbeobachtet fühlen, kuscheln sie sogar mit einander. Für uns ist das mehr, als wir je erwartet haben.
Ich hoffe sie freuen sich mit uns, dass Baffy eine Freundin gefunden hat, die ihr mit viel Geduld und Vorsicht sogar manchmal zeigt, wie schön es ist, wenn mal jemand anderes die Fellpflege
übernimmt. Anbei senden wir natürlich wieder ein paar Fotos.
Liebe Grüße von Baffy, Tinka, Renè L. und Angela K.
Willkommen im Tierheim
des Tierschutzvereins Brandenburg und Umgebung e.V.


